Handling

Für jeden Garten ein blühender Gewinn

Bodenvorbereitung

Die Pflanzfläche sollte möglichst frei von Unkräutern sein. Insbesondere Wurzelunkräuter (z. B. Quecke, Girsch und Schachtelhalm) steigern den Pflegeaufwand eines Staudenbeetes sehr. Vor der Pflanzung ist es daher empfehlenswert, unterirdische Rhizome dieser Unkräuter sorgfältig zu entfernen.

Eine flache Bodenlockerung erleichtert das Pflanzen und fördert das gute Gedeihen der Stauden. Bei schlechten Bodenverhältnissen empfiehlt sich zusätzlich, Kompost oder Humus einzubringen.

Das Pflanzen

Wässern Sie vor dem Pflanzen kräftig die Töpfe. In der trockenen Jahreszeit ist ein Eintauchen des Wurzelballens in einen Wassereimer sinnvoll.

Stauden mit einem Topfballen können Sie ganzjährig setzen. Empfehlenswert sind allerdings die Herbst- und die Frühjahrspflanzungen. In dieser Jahreszeit bleibt der Boden meist gleichmässig feucht, so dass eine gute Wurzelneubildung statt finden kann. Stauden die im Herbst gesetzt werden, können im Winter hochfrieren, daher ist darauf zu achten das die Pflanzen tief genug in der Erde sitzen.

Die Gartenerde darf die Topfoberkante nur maximal einen Zentimeter überdecken. Anschliessend die Pflanze gut andrücken und nach Abschluss angiessen. Im Sommer ist auf eine ausreichende Bewässerung in den ersten Wochen zu achten.

Bei einer grösseren Pflanzung empfiehlt sich ein vorheriges Verteilen der Töpfe auf der Pflanzfläche, so dass Sie die Gestaltung leicht korrigieren können.

Pflege

Jede Pflanzung braucht ein Mindestmass an Pflege!

Empfohlen wird eine kontinuierliche Pflege mit kurzen Pflegezeiten. Eine Pflege in grösseren Abständen mit längeren Pflegezeiten führt zu stärkerem Unkrautdruck.

1. Bewässern

Abgesehen von der Pflanzung und der Anwachsphase muss nur bei lang anhaltender Hitze und Trockenheit bewässert werden. Lieber einmal richtig durchdringend giessen als öfter und nur kurz.

2. Jäten

Unmittelbar nach der Pflanzung ist die Gefahr des Verunkrautens am grössten.

Wurzelunkräuter müssen so schnell wie möglich entfernt werden. Dies geschieht idealerweise bei feuchtem Boden.

Unkräuter mit weit reichenden Wurzeln mit einer Grabgabel ausgraben, und pfahlbildende Unkräuter mit einem Unkrautstecher ziehen. Samenunkräuter müssen vor dem Samenflug gejätet werden.

3. Rückschnitt

Viele Stauden, insbesondere Gräser, sind auch im Winter optisch ansprechend. Schneiden Sie daher das abgestorbene Laub erst im Frühjahr ab. Zudem bieten Laub und Blattwerk sowohl Kleinlebewesen als auch den Stauden wertvollen Schutz.

4. Düngen

Ein nährstoffreicher Boden benötigt in den ersten Jahren keine Düngung. Später wird ein Nährstoffmangel mit einer Gabe von Hornspänen oder Kompost im Frühjahr ausgeglichen. Ab Juli/ August sollte nicht mehr gedüngt werden, da die Pflanzen langsam einziehen und keine Nährstoffe mehr benötigen.

5. Mulchen

Bei der Verwendung von Rindenmulch sollte darauf geachtet werden das der Boden eine org. Grunddüngung (z.B. mit Hornmehl) bekommt, um einem Stickstoffmangel vorzubeugen.

6. Winterschutz

Die meisten Stauden sind winterhart und benötigen keinen Winterschutz. Ausnahmen u.a. bei Kniphofia und Chrysanthemum indicum, diese können mit etwas Laub oder Tannenreisig abgedeckt werden.

Die Gefahr im Winter liegt in der Sonne, da sie immergrüne Pflanzen zum einen austrocknet und sie bei gefrorenem Boden verbrennt, zum anderen strapaziert sie die Pflanzen durch zu hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

xeiro ag